Ihr ändert euch nie, leider
Sah es bis vor wenigen Wochen noch so aus, als gebe es mindestens einen vernünftigen Grund mit der Linken zu sympatisieren, ist man nun wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden.
Mit der Bundespräsidentenwahl hat die Linke die einmalige Chance vertan über ihren Schatten zu springen und ihre seit der Wende nicht verstummenden Kritiker eine Besseren zu belehren.
War es erst der unverrückbare Groll des Oskar Lafontaine gegenüber der SPD
ist es nun die Haltung des, bis dahin recht sympatisch und aufgeschlossen wirkenden, Gregor Gysi welche die Linke fur die Zukunft unwählbar macht.
Man fühlt sich in alte DDR Zeiten zurück versetzt, liest man über Klaus Ernst, seines Zeichens Chef der Linken der, wie weiland E. Honecker und Konsorten, im Luxus schwelgt, nicht bereit von seinen Privilegien abzulassen.
Hohe Mehrfach-Bezüge und ein Luxus Feriendomiziel lassen Zweifel daran aufkommen, wie wichtig ihm die Sorgen der Menschen sind.
Es läßt sich trefflich über die Dinge schimpfen, die in diesem Lande falsch laufen, wenn man selbst davon nicht betroffen ist.
Sollte die Linke es nicht schaffen, sich grundsätzlich zu reformieren und endlich die alten Zöpfe abzuschneiden, werden sie auf Dauer gesehen keine Zukunft haben.