Mittwoch, 11. August 2010
Ihr ändert euch nie, leider
Sah es bis vor wenigen Wochen noch so aus, als gebe es mindestens einen vernünftigen Grund mit der Linken zu sympatisieren, ist man nun wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden.
Mit der Bundespräsidentenwahl hat die Linke die einmalige Chance vertan über ihren Schatten zu springen und ihre seit der Wende nicht verstummenden Kritiker eine Besseren zu belehren.
War es erst der unverrückbare Groll des Oskar Lafontaine gegenüber der SPD
ist es nun die Haltung des, bis dahin recht sympatisch und aufgeschlossen wirkenden, Gregor Gysi welche die Linke fur die Zukunft unwählbar macht.
Man fühlt sich in alte DDR Zeiten zurück versetzt, liest man über Klaus Ernst, seines Zeichens Chef der Linken der, wie weiland E. Honecker und Konsorten, im Luxus schwelgt, nicht bereit von seinen Privilegien abzulassen.
Hohe Mehrfach-Bezüge und ein Luxus Feriendomiziel lassen Zweifel daran aufkommen, wie wichtig ihm die Sorgen der Menschen sind.
Es läßt sich trefflich über die Dinge schimpfen, die in diesem Lande falsch laufen, wenn man selbst davon nicht betroffen ist.
Sollte die Linke es nicht schaffen, sich grundsätzlich zu reformieren und endlich die alten Zöpfe abzuschneiden, werden sie auf Dauer gesehen keine Zukunft haben.



Ahlhaus auf Kuschelkurs
Es scheint als wolle unser "Ichmöchtegernbürgermeisterwerden" uns nun vermitteln, dass er doch kein solch harter Hund ist, wie er es in der Vergangenheit immer demonstriert hat.
Nachdem er seit seiner Heidelberger Zeit Mitglied einer schlagenden Verbindung ist und hier in Hamburg gern mal Punks vom Rathausmarkt vertreiben ließ, läßt er sich nun als weichgespülten, kinderlieben und weltoffenen Politiker darstellen.
Als Mitglied eines Senates, der in der Vergangenheit immer wieder für Unverständnis sorgte, wenn es darum ging spielende Kinder als Störfaktor zu brandmarken, kann er sich heute vorstellen, selbst Kinder mit seiner Frau zu bekommen.
Und natürlich geht er ganz locker auf die Schanze, weltoffen, jung und flippig.
Schließlich war er ja auch mit daran beteiligt, die alte Schanze zu demontieren und sie zu einem Paradies für Spekulanten und gut situierte Mitmenschen zu machen.
Man sieht schon welch Klientels Kind er ist.
Lieber Herr Ahlhaus, hanseatisch zu sein heißt auch, für die Menschen am Rande unserer Gesellschaft da zu sein.
Zeigen sie, dass sie sich ändern können, durch Taten und nicht durch eine groß angelegte Image-Kampagne.